Navigation überspringen Sitemap anzeigen

ACHTUNG: Unbegründete Warnungen!!!

Wir erfahren immer wieder von interessierten Patienten mit CMD und anderen Folgeerscheinungen von Knirschen und Pressen, dass sie von Zahnärzten gewarnt werden, der Nite Skater© würde dem Knochen schaden oder Zahnbewegungen auslösen. Diese Aussagen sind völlig unqualifiziert und widersprechen unserer klinischen Erfahrung von über 30 Jahren und Hunderten von behandelten Patienten.

Informieren Sie sich weiter unten auf dieser Webseite bei den Überschriften "Angebliche Warnungen zum Nite Skater©" und "Wissenschaftlich fundiert".

Angebliche Warnungen zum Nite Skater©

Gelegentlich wird davor gewarnt und jede Frontzahn-gestützte Anti-Bruxismus-Schiene – so auch der Nite Skater© – als therapeutisches Mittel bei Bruxismus verworfen, weil sich angeblich Frontzähne durch den Pressdruck verschieben und Backenzähne elongieren (d.h. „herauswachsen“) könnten.

Dazu muss folgendes erläutert werden:

1. Durch die Rückkoppelung des Kaudrucks zum Trigeminus Nerv (über sogenannte Propriozeptoren im Parodont der Frontzähne), wird dieser daran gehindert, eine schädliche Kontraktion der Kaumuskeln zu veranlassen. Die Natur sorgt also dafür, dass Überbelastungen auf den grazilen Frontzähnen nicht auftreten können. Auch ist die Lage der Frontzähne – fern der Kiefergelenke (geringe Hebelwirkung) – mechanisch gesehen ein Vorteil gegenüber der Lage der Backenzähne (Nussknacker Prinzip, siehe Abb.). Der Kaudruck in der Front ist um mehr als 70% geringer als auf den Backenzähnen.

2. In einem parodontal geschädigten Gebiss mit Zahnlockerungen wird der Nite Skater© – wenn überhaupt – in einer abgewandelten Form gefertigt, die je nach Gebisszustand definiert wird und immer die Frontzähne mit den Backenzähnen verblockt. Wichtig bleibt dabei, dass die Backenzähne aus dem Kontakt genommen werden, um die Presskräfte zu verhindern. Es ändert sich also nur die Form, das Prinzip bleibt jedoch dasselbe!

3. Im gesunden Gebiss finden Zahnwanderungen nur statt, wenn sich um die Zahnwurzeln Knochengewebe abbaut und neu aufbaut. Diese sogenannte Osteoklasten/Osteoblasten-Aktivität benötigt Monate und ist aus der Kieferorthopädie (KFO) hinlänglich bekannt. Da der Nite Skater© nur stundenweise und vorwiegend nachts getragen wird und tagsüber die Zahnreihen in normalem Kontakt miteinander stehen, sind Zahnwanderungen oder Verschiebungen gar nicht möglich. Aus der KFO weiß man, dass sogenannte „Zahnspangen“ bei Kindern, die nicht dauerhaft getragen werden – sowohl tagsüber wie auch nachts! – keinen Erfolg aufweisen. Ebenso fordert die Invisalign und die Alphalign KFO-Methode beim Erwachsenen, dass die Schienen (Aligner) dauernd getragen werden, außer beim Essen und beim Zähneputzen, ansonsten der gewünschte Erfolg durch diese gezielte Zahnwanderung nicht gewährleistet ist.

Gerade aus der Kieferorthopädie kommt der Beweis, dass das nächtliche, stundenweise Tragen einer frontzahngestützten Schiene, wie der Nite Skater©, gar keine Zahnbewegung verursachen kann. Die KFO nützt diesen Effekt nämlich bewusst bei der Behandlung des „Tiefen Bisses“ um eine gezielte Bisserhöhung im Seitenzahnbereich zu erreichen, und aus entsprechenden Studien*) geht hervor, dass dazu das Tragen einer fest zementierten Frontzahnschiene,
für mehrere Monate getragen werden muss.

*) Effects of Fixed Anterior Biteplane Therapy; by E. Hellsing, G. Hellsing, S Eliasson; Am. J. Orthod. Dentofacial Orthop.; 1996 Jul; 110(1): 61-8.

Jede Zahnwanderung, die durch einwirkende Kräfte stattfinden könnte, erfordert also permanente Kräfte über Wochen und Monate. Außerdem finden die auf die Schneidekanten einwirkenden Kräfte beim Nite Skater© in axialer Richtung statt, d.h. es sind keine Kipp-Kräfte, welche Zähne lockern könnten, sondern Kräfte in der Längsachse der Zahnwurzeln, und es ist beim Nite Skater© nie nur ein einzelner Zahn, der belastet wird, sondern immer eine stabile Zahngruppe.

Diagramm der Druckverteilung im Kiefergelenk
Zum Seitenanfang